Zeitstrahl

17. Jahrhundert

08.1641, Altona
König Christian IV. von Dänemark etc. gibt als Herzog von Schleswig, Holstein, Stormarn und Dithmarschen den hochdeutschen Juden zu Altona einen Schutzbrief unter Bestätigung ihrer im Einzelnen aufgelisteten Privilegien [Generalprivileg]
Es haben sich zahlreiche Abschriften im Landesarchiv Schleswig-Holstein und im Staatsarchiv Hamburg erhalten, daneben zeitgenössische Drucke und Auszüge aus dem 17. und 18. Jahrhundert, mit denen allein schon die Bedeutung des Dokuments verdeutlicht werden kann. Sowohl die offizielle Ausfertigung dieses ... Quelle anzeigen >
1644, Hamburg
Johannes Müller: Judaismus, Hamburg, 1644, Kapitel „von der Jüden Wohnung / Ob die Christen mit unverletztem Gewissen zugeben können / dass Jüden unter ihnen wohnen“, S. 1385–1395
Bei dem Textausschnitt handelt es sich um eine Passage aus dem 1644 von dem Pastor an der Hamburger St. Petrikirche Johannes Müller (1626–1672) als Nachschlagewerk auch für Nichttheologen veröffentlichten „Judaismus oder Judenthumb“. In diesem mehr als tausend Seiten umfassenden, von dem namhaften Hamburger ... Quelle anzeigen >

18. Jahrhundert

07.09.1710, Hamburg
Neue-REGLEMENT Der Judenschafft in Hamburg / So Portugiesisch – als Hochteutscher Nation de Dato 7.Septemb. Anno 1710 [Auszug]
Nachdem am Ende des 17. Jahrhunderts ein Machtkampf zwischen Rat und Bürgerschaft der Stadt entbrannt war, sollte mit Hilfe einer revidierten Verfassung die politische Stabilität zurück gewonnen werden. Das Judenreglement von 1710 wurde zum rechtlichen Bestandteil der neuen städtischen Verfassung, dem ... Quelle anzeigen >
1714, Hamburg
Bericht des Pastors Johann Jacob Schudt über eine Begegnung mit dem „reichen“ Juden Diego Teixeira in Hamburg, 1714
Der Textausschnitt ist dem Buch „Jüdische Merckwürdigkeiten“ entnommen, das Johann Jacob Schudt, Rektor am Gymnasium in Frankfurt am Main, zwischen 1714 und 1717 in vier Teilen veröffentlichte. Aus einer judenfeindlichen Perspektive, wie sie für einen frühneuzeitlichen Lutheraner typisch war, beschäftigt ... Quelle anzeigen >
08.04.1774, Altona
Testament der Jitte bat Matthias Glückstadt, Altona 8.4.1774
Jitte Glückstadt, eine ledige Altonaer Jüdin, ließ am 8.4.1774 ihr Testament niederschreiben. Durch ein Testament (von lateinisch testare = bezeugen) lässt sich regeln, was nach dem Tod mit dem eigenen Besitz geschehen und wie die Bestattung und Trauerfeier aussehen sollen. Dies machte auch Jitte Glückstadt. ... Quelle anzeigen >

19. Jahrhundert

1818, Leipzig
Ludolf Holst, Über das Verhältnis der Juden zu den Christen in den Handelsstädten, Leipzig 1818
Ludolf Holst (1756–1825) machte sich in Hamburg seit 1799 einen Namen als Wirtschaftsexperte. Er studierte Theologie und Rechtswissenschaft, war als Privatlehrer tätig und mit der Frauenrechtlerin Amalia Holst verheiratet. Seit 1799 widmete er sich den für Hamburg relevanten Wirtschaftsfragen und veröffentlichte nach ... Quelle anzeigen >
1821, Hamburg
Eduard Israel Kley, Der Geist in Israelitischen Volksschulen, in: Sulamith. Eine Zeitschrift zur Beförderung der Kultur und Humanität unter den Israeliten, hrsg. von David Fränkel, 6 (1821) 1, S. 383-398 [Auszug: S. 383-386]
Bei der Quelle handelt es sich um eine 15 Druckseiten (etwa 3400 Wörter) umfassende bildungsphilosophische Abhandlung, die zuerst im Schulprogramm der Hamburger Israelitischen Freischule von Juni 1821 erschien. Schulprogramme waren im 19. Jahrhundert übliche Einladungsschriften an das Publikum, sich ... Quelle anzeigen >
04.05.1848, Hamburg
Schreiben an den Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde in Hamburg betr. Annahme fester Familiennamen, Hamburg, 4.5.1848
Als der Hamburger Rat den Juden der Stadt 1849 gestattete, das Bürgerrecht  Recht der Selbstverwaltung; Voraussetzung für die Erlangung des Bürgerrechts war geerbter Grundbesitz, das Leisten eines Bürgereides und die Zahlung eines Bürgergeldes; Adlige waren davon ausgeschlossenen; bis 1814 war es Angehörigen ... Quelle anzeigen >
21.02.1849, Hamburg
Provisorische Verordnung Behufs Einführung des § 16 der Grundrechte des deutschen Volkes in Bezug auf die Israeliten. Beliebt durch Rath- und Bürger-Schluß vom 21. Februar 1849. Auf Befehl E. H. eines Hochedlen Raths der freien Hansestadt Hamburg publicirt, Hamburg, 1849
Die Quelle dokumentiert den Beschluss von Rat und Bürgerschaft, die hamburgischen Juden den übrigen Einwohnern der Stadt rechtlich und wirtschaftlich weitgehend gleichzustellen. Im Rats- und Bürger-Convent vom 21.2.1849 ersuchte der Rat die Erbgesessene Bürgerschaft – das heißt die mitspracheberechtigten ... Quelle anzeigen >
13.04.1849, Hamburg
Aufruf des Dr. Hirsch Marcus Cohn in: Allgemeine Zeitung des Judenthums (AZJ), Leipzig, 30.4.1849, Heft 18, S. 236–237.
In der „Allgemeinen Zeitung des Judenthums“ (AZJ) vom 30.4.1849 wurde ein fünfeinhalbseitiger Artikel aus Hamburg veröffentlicht, den der Arzt Dr. Hirsch Marcus Coh(e)n Beide Schreibweisen sind möglich. (1800–1874) verfasst hatte. Die Allgemeine Zeitung des Judenthums (AZJ) war die meistgelesene Wochenzeitung ... Quelle anzeigen >
06.1862, Hamburg
Julius Stettenheim, Der Judenfresser. Ein „Wohl bekomm’s“, Hamburg 1862
Der Satiriker Julius Stettenheim veröffentlichte im Juni 1862 in Hamburg eine vierseitige satirische Flugschrift mit dem Titel „Der Judenfresser. Ein ‚Wohl bekomm’s“, die eine Karikatur und ein siebenstrophiges Gedicht mit dem Titel „Toller Spuk im Sommernachtstraum“ enthält. Die Schrift wurde auf Stangen ... Quelle anzeigen >
22.06.1862, Hamburg
Wilhelm Marr, Der Judenspiegel, Hamburg 1862 (5. Auflage)
Am 22.6.1862 veröffentlichte Wilhelm Marr seine Schrift „Der Judenspiegel“ (1-4. Auflage, 56 Seiten), wobei die Auflagen 2 bis 4 innerhalb weniger Wochen erschienen. Die 5. Auflage, aus der hier, wenn nicht anders vermerkt, zitiert wird, wurde noch im selben Jahr, aber mit einem „andern Vorwort“ publiziert ... Quelle anzeigen >
22.10.1865, Hamburg
Grabdenkmal von Dr. Gabriel Riesser (1806–1863) auf dem Friedhof Ohlsdorf, Hamburg (1865)
Dreistufiges klassizistisches Grabdenkmal aus Sandstein und weißem Marmor, circa 400x170x100 cm (ohne Fundament). Auf einem Sockel aus Oberkirchner Sandstein ruht der marmorne Mittelteil mit Halbrelief auf der Vorderseite, eingefasst von vier korinthischen Säulen, die einen Giebeldachaufsatz mit sechs ... Quelle anzeigen >
10.02.1892, Hamburg
Erster Senatsbescheid vom 10. Februar 1892 mit der Genehmigung zur „Namensänderung des Bittstellers“
Der einseitige handschriftliche Bescheid ist die Antwort auf eine Anfrage des im Jahr 1892 21-jährigen Hans Julius Oppenheim. Er hatte gebeten, statt seines bisherigen Familiennamens Oppenheim den Familiennamen Lübbert-Oppenheim verwenden zu dürfen. Der Senat genehmigte zwar eine Namensänderung, allerdings ... Quelle anzeigen >
1894, Boston
Mary Antin: Brief an den Onkel Moshe Hayyim Weltman in Polotzk, 1894 [Auszug]
Mary Antin (Maryasche Antin) aus dem weißrussischen Polotzk reiste 1894 mit ihrer Mutter und drei Geschwistern über Hamburg nach Boston, wohin der Vater vorausgefahren war. Unmittelbar nach ihrer Ankunft 1894 berichtete Mary Antin von ihrer Reise in einem Brief an den Onkel mütterlicherseits, Moshe Hayyim ... Quelle anzeigen >
01.10.1898, Hamburg
Die Polizei-Behörde. Abteilung II (Politische und Criminal-Polizei), Bericht des Criminal-Schutzmannes Erxleben. Betr. Betrifft Die in den Straßen und Wirthschaften ausgeübten Vigilanzen Beobachtungen, Hamburg, 1.10.1898
Bei der Quelle handelt es sich um einen von etwa 20.000 Berichten, die Spitzel der Polizeibehörde über die Gespräche in Hamburger Gastwirtschaften und auf öffentlichen Plätzen zwischen Ende 1892 und Ende 1910 verfassten. Nach dem Ende des Sozialistengesetzes  „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen ... Quelle anzeigen >

1900er-Jahre

20. / 22. / 25.12.1904, Berlin
„Mit Ballin unterwegs.“, Hamburg, 1904
Am 10.12.1904 fiel dem leitenden Polizeikommissar in den Auswanderungshallen der Hamburg-Amerika-Linie (HAPAG) im Hafen, Wenzel Kilian Kiliszewski, ein gewisser „Jossl Kalischer“ auf. Scheinbar ein jüdischer Durchwanderer aus dem russländischen Reich entpuppte er sich als Redakteur der sozialdemokratischen ... Quelle anzeigen >
vor 1905, Hamburg
Erinnerungen unseres Vaters Joseph Berkowitz Kohn, vermutlich Abschrift der Tochter Sophie Berkowitz-Kohn, Hamburg
Die „Erinnerungen“ von Joseph Berkowitz Kohn erzählen das bewegte Leben eines Juden, der 1841 im polnischen Leczyca geboren wurde und sich an verschiedenen Emanzipationskämpfen in seiner Heimat beteiligte. Berkowitz Kohn war schließlich 1863 zur Flucht gezwungen und ließ sich in Hamburg nieder, wo er ... Quelle anzeigen >
10.1905, Hamburg
Aufruf zur Gründung einer jüdischen Bibliothek und Lesehalle, Hamburg, Oktober 1905
Der Apell befindet sich in den Akten der jüdischen Gemeinden Altona, Hamburg und Wandsbek, ihrer Verwaltung und Organisation, die im Staatsarchiv Hamburg verwahrt werden. In diesem Schriftgut, in der Bestandsgruppe 522-1 Jüdische Gemeinden 1691–1945, im Konvolut 887 „Jüdische Bibliothek und Lesehalle ... Quelle anzeigen >
1907, Hamburg
Hilfsverein der Juden in Deutschland, Jahresbericht, 1907 [Auszug]
Die Geschäftsberichte des Hilfsvereins der deutschen Juden erschienen seit 1902 jährlich und dokumentieren detailliert die Entwicklung der Emigration osteuropäischer, vor allem russischer und galizischer Juden. Im vorliegenden Anhang des 6. Geschäftsberichts gibt der Hilfsverein einen Überblick über ... Quelle anzeigen >

1910er-Jahre

06.1910, Hamburg
Handschriftliches Notizbuch von Albert Ballin, Hamburg, Juni 1910 [Auszug]
Über einen Zeitraum von elf Jahren, vom 31.5.1902 bis zum 31.3.1913, führte HAPAG-Generaldirektor Albert Ballin ein handschriftliches Notizbuch, in dem er die Namen der Gäste in seiner Stadtwohnung in der Badestraße 32/34 (seit 1902), in seinem Landhaus in Hamfelde bei Trittau (seit 1906) und in seiner ... Quelle anzeigen >
28.01.1915, New York
Schreiben von Jacob H. Schiff (New York) an Max Warburg (Hamburg), 28.1.1915
Der Brief von dem 1847 in Frankfurt geborenen und 1865 in die USA emigrierten Jacob H. Schiff aus New York an Max M. Warburg in Hamburg entstand vor dem Hintergrund der Geschehnisse und politischen Konstellation seit Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Europa im Sommer 1914. Er thematisiert sowohl die ... Quelle anzeigen >

1920er-Jahre

Otto Armin (= Alfred Roth), Die Juden im Heere. Eine statistische Untersuchung nach amtlichen Quellen, München 1919
Verfasser von „Die Juden im Heere“ war Alfred Roth, der sich hinter dem Pseudonym Otto Armin, den Namen zweier seiner Söhne, verbarg. Die Schrift erschien Anfang 1920 im Deutschen Volks-Verlag München in einer Auflage von 10.000 Exemplaren. Der Verlag war erst am 1.4.1919 aus dem J. F. Lehmanns Verlag ... Quelle anzeigen >
02.1921, Hamburg
Vaterländischer Bund jüdischer Frontsoldaten. Der Werbeausschuss: Aufruf für einen jüdischen Ehrenfriedhof, Hamburg 1921
Der Spendenaufruf zur Errichtung eines Ehrenfriedhofs auf dem jüdischen Friedhof Ilandkoppel (Ohlsdorf) für die Kriegsgefallenen vom Februar 1921 fand eine breite Unterstützung der Gemeindeinstitutionen und der drei Kultusverbände. Es unterzeichneten einzelne Persönlichkeiten des Vorstandes, des Repräsentanten-Kollegiums, ... Quelle anzeigen >
vor 1922, Hamburg
Deutscher Schutz- und Trutzbund, Klebemarken, Hamburg, genaue Datierung unklar, vor 1922
In der Sammlung der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg befinden sich zahlreiche antisemitische Klebemarken des großen Deutschvölkischen Schutz- und Trutz-Bundes (DSTB) aus den Jahren 1919 bis 1922, die Ausdruck einer neuartigen Strategie der Straßenagitation mit Massenkommunikationsmitteln wie ... Quelle anzeigen >
24.05.1923, Wrocław
Moses Hoffmann: Rabbinisches Gutachten zum Frauenwahlrecht in der Gemeinde, Breslau, 24.5.1923 [Abschrift]
Das rabbinische Gutachten von Rabbiner Moses Jehuda Hoffmann zur Frage des Frauenwahlrechtes wurde auf Bitten des Hamburger Deutsch-Israelitischen Synagogenverbandes im Mai 1923 erstellt. Rabbinische Gutachten werden angefertigt, um religionsgesetzlich auftretende Streitfragen zu entscheiden. Sie sind ... Quelle anzeigen >
Anita Rée, Weiße Bäume in Positano, 1925
Das Gemälde „Weiße Bäume in Positano“ aus dem Jahr 1925 kann als das wichtigste Werk Anita Rées während ihrer italienischen Jahre gelten. Anfang der 1920er-Jahre hatte die Hamburger Malerin einige Jahre in dem italienischen Ort Positano verbracht. Dort befasste sie sich mit der Architektur des Bergnests, ... Quelle anzeigen >
20.09.1928, Hamburg
Das „Israelitische Familienblatt“ im Dienste der jüdisch-sakralen Kunst, 20.9.1928
Die wiedergegebene Ankündigung im „Israelitischen Familienblatt“ Nr. 38, 20.9.1928, Beilage „Aus alter und Neuer Zeit“ Nr. 27 ist mehr als eine Werbung zur Teilnahme am Preisausschreiben unter Hervorhebung wertvoller Gewinne. Sie liefert eine Begründung für die Auswahl der Preise. Als Erfinder und Gestalter ... Quelle anzeigen >
28.10.1929, Hamburg
Nachruf auf Aby Warburg im Hamburger Fremdenblatt, 28.10.1929
Diese Quelle ist ein von dem Kunsthistoriker Erwin Panofsky verfasster Nachruf auf seinen älteren Kollegen Aby Warburg, der am 26.10.1929 gestorben war. Der Nachruf erschien zuerst am 28.10.1929 im Hamburger Fremdenblatt. Er ist jedoch weitaus mehr als die Dokumentation des Lebenslaufs eines Kunsthistorikers. ... Quelle anzeigen >

1930er-Jahre

04.02.1930, Hamburg
Schreiben der Deputation für Handel, Schifffahrt und Gewerbe an Schlachthof und Viehmarktverwaltung, Hamburg, 4.2.1930
Die hier präsentierten Quellen – insgesamt fünf Dokumente – stammen aus dem Bestand der Hamburger Schlachthof- und Viehmarktverwaltung. Diese Behördenakten dokumentieren einen Teil der Korrespondenz zwischen den Leitern der Deputation für Handel, Schifffahrt und Gewerbe, der Schlachthof- und Viehmarktverwaltung ... Quelle anzeigen >
02.04.1930, Hamburg
Schreiben des Oberrabbinats an die Schlachthof- und Viehmarktverwaltung, Hamburg, 2.4.1930
Die hier präsentierten Quellen – insgesamt fünf Dokumente – stammen aus dem Bestand der Hamburger Schlachthof- und Viehmarktverwaltung. Diese Behördenakten dokumentieren einen Teil der Korrespondenz zwischen den Leitern der Deputation für Handel, Schifffahrt und Gewerbe, der Schlachthof- und Viehmarktverwaltung ... Quelle anzeigen >
07.1930, Zinnowitz
Das Zinnowitzlied, Postkarte, 1930
Die Postkarte wurde in den Andenkenläden in Zinnowitz zusammen mit den sonst üblichen Ansichtskarten verkauft. Antisemitisch eingestellte Gäste konnten sie als Feriengruß an Gleichgesinnte versenden oder sie zum Mitsingen verwenden, wenn die Kurkapelle von Zinnowitz das Lied als Abschluss jedes Konzertes ... Quelle anzeigen >
09.10.1930, Hamburg
Schreiben des Oberrabbinats an die Schlachthof- und Viehmarktverwaltung, Hamburg, 9.10.1930
Die hier präsentierten Quellen – insgesamt fünf Dokumente – stammen aus dem Bestand der Hamburger Schlachthof- und Viehmarktverwaltung. Diese Behördenakten dokumentieren einen Teil der Korrespondenz zwischen den Leitern der Deputation für Handel, Schifffahrt und Gewerbe, der Schlachthof- und Viehmarktverwaltung ... Quelle anzeigen >
17.10.1930, Hamburg
Schreiben des Oberrabbinats an die Schlachthof- und Viehmarktverwaltung, Hamburg, 17.10.1930
Die hier präsentierten Quellen – insgesamt fünf Dokumente – stammen aus dem Bestand der Hamburger Schlachthof- und Viehmarktverwaltung. Diese Behördenakten dokumentieren einen Teil der Korrespondenz zwischen den Leitern der Deputation für Handel, Schifffahrt und Gewerbe, der Schlachthof- und Viehmarktverwaltung ... Quelle anzeigen >
22.10.1930, Hamburg
Schreiben der Deputation für Handel, Schiffahrt und Gewerbe an die Schlachthof- und Viehmarktverwaltung, Hamburg, 22.10.1930
Die hier präsentierten Quellen – insgesamt fünf Dokumente – stammen aus dem Bestand der Hamburger Schlachthof- und Viehmarktverwaltung. Diese Behördenakten dokumentieren einen Teil der Korrespondenz zwischen den Leitern der Deputation für Handel, Schifffahrt und Gewerbe, der Schlachthof- und Viehmarktverwaltung ... Quelle anzeigen >
13.04.1932, Hamburg
Flugblatt der CV-Ortsgruppe Hamburg, April 1932
Das Flugblatt wurde von der CV-Ortsgruppe Hamburg verfasst und am 13.4.1932 als Beilage im Hamburger Fremdenblatt mit einer Auflage von circa 150.000 Exemplaren verbreitet. Das liberale Hamburger Fremdenblatt, nach eigener Aussage die „größte politische Tageszeitung Nordwestdeutschlands“, erschien 1932 ... Quelle anzeigen >
29.03.1933, Hamburg
Rundfunkansprache von Karl Kaufmann: Gegen die Lügen unserer Gegner über angebliche Ereignisse in Hamburg, Reichssender Hamburg, 29.3.1933
Die Rundfunkansprache Karl Kaufmanns, des Hamburger Gauleiters der NSDAP, die am 29.3.1933 über den Norddeutschen Rundfunk verbreitet wurde, war Teil einer reichsweiten Kampagne, die ihren Höhepunkt mit dem „Judenboykott“ vom 1.4.1933 erreichte. Die Rede gibt einen Einblick in das nationalsozialistische ... Quelle anzeigen >
06.1933, Hamburg
Aufruf des provisorischen Vorstands der Sportgruppe „Schild“ des Vaterländischen Bundes jüdischer Frontsoldaten e.V. Ortsgruppe Hamburg, Juni 1933
Die Quelle ist ein im Juni 1933 verfasster Brief der Sportgruppe „Schild“ des Vaterländischen Bundes jüdischer Frontsoldaten e.V., Ortsgruppe Hamburg. Es handelt sich um einen Aufruf an alle jüdischen Sportler und Sportlerinnen, der neu gegründeten Sportgruppe „Schild“ beizutreten. Obwohl Sportgruppen ... Quelle anzeigen >
vermutlich 1935, Hamburg
Liste der jüdischen Ärzte im Arztregisterbezirk Hamburg
Die Kassenärztliche Vereinigung und die Ärztekammer begannen in Hamburg bereits kurz nach der „Machtergreifung“ die als „jüdisch“ beziehungsweise „nicht arisch“ geltenden Ärzte in Listen zu erfassen. Diese Listen waren nicht öffentlich, sondern gingen den Fürsorgeämtern, den Krankenhäusern und anderen Einrichtungen ... Quelle anzeigen >
1936, Berlin
Die Jungen vom „Gusch“. Ein jüdisches Jugendbuch, Berlin 1936, S. 22-23
Die Doppelseite stammt aus dem zionistischen Jugendbuch „Die Jungen vom Gusch“, das 1936 im Berliner Kedem Verlag erschien und von Bernhard Gelbart verfasst wurde. Der Roman ist an Jugendliche adressiert und umfasst 125 Seiten. In dem ausgewählten Textausschnitt wird ein Treffen der zionistischen Jugendgruppe ... Quelle anzeigen >
veröffentlicht 1937, entstanden zwischen 1931-1937, Hamburg
Erich Kastan, Fotografie des Innenraums des Tempels Oberstraße, Hamburg, 1937
Die Schwarz-Weiß-Fotografie des Innenraums des Tempels in der Oberstraße wurde 1937 publiziert, ihr Fotograf ist Erich Kastan, ein seinerzeit in Hamburg lebender Fotograf jüdischer Herkunft. Sie zeigt einen Überblick über den Raum mit den wesentlichen Elementen der Synagoge: hinten die raumhohe Nische ... Quelle anzeigen >
Februar 1937 - Januar 1938, Hamburg
Spendenaufruf für die Jüdische Winterhilfe für das Gebiet der Hansestadt Hamburg aus dem Gemeindeblatt, gezeichnet von Hans Rudolf Growald, Hamburg, 1937/38
Fünf Zeichnungen warben in verschiedenen Ausgaben des Gemeindeblattes beziehungsweise des Jüdischen Gemeindeblattes für das Gebiet der Hansestadt Hamburg im Winter 1937/38 um Spenden an die Jüdische Winterhilfe. Sie zeigen am Rande die Signatur „Growald“. Hinter dieser Signatur verbirgt sich der Berliner ... Quelle anzeigen >
09.01.1938, Hamburg
Begrüßungsworte von Max Warburg zur Einweihung des Jüdischen Gemeinschaftshauses, Hamburg, 9.1.1938
Mit der Gründung des Jüdischen Gemeinschaftshauses im Hamburger Stadtteil Rotherbaum und seiner feierlichen Einweihung am 9.1.1938 wurde ein unübersehbares Zeichen der Selbstbehauptung und des geistigen Widerstands gesetzt, das auch in der Eröffnungsrede des Bankiers Max Moritz Warburg sowohl mit Worten ... Quelle anzeigen >
01.11.1938, Hamburg
Umbenennung der Hallerstraße in Ostmarkstraße, Hamburg, 1.11.1938
Das Foto stammt aus dem Hamburger Anzeiger vom 1.11.1938 und zeigt einen nicht mehr ganz jungen Mann in Arbeitskleidung und Schirmmütze, der das gerade abgenommene Schild mit der Aufschrift „Hallerstrasse“ unter den linken Arm geklemmt hat. Er betrachtet das von ihm soeben angebrachte neue Schild „Ostmarkstraße“ ... Quelle anzeigen >
23.11.1938
Rulandseck, November 1938, Herbert Heinemann: Die Drei Rulands, Reichssender Hamburg, 23.11.1938 (00:00-1:58)
Der Ausschnitt ist Teil einer Kabarettsendung, die unter dem Titel „Rulands-Eck“ monatlich von verschiedenen Radiosendern ausgestrahlt wurde. Verantwortlich für die Gestaltung dieser Sendung war ein Gesangstrio, das sich „Die Drei Rulands“ nannte. Die am 23.11.1938 vom Reichssender Hamburg ausgestrahlte ... Quelle anzeigen >
24.11.1938, Hamburg
Aktenvermerk der Oberschulbehörde - Schulverwaltung vom 24. November 1938
Der circa 1 DIN A4-Seite umfassende Aktenvermerk der Hamburger Schulverwaltung vom 24.11.1938 gibt eine Erklärung des Direktors der Talmud Tora-Schule und Bevollmächtigten des Israelitischen Gemeindeverbandes in Hamburg für Schulfragen Arthur Spier zu Aufnahmebedingungen der Talmud Tora-Schule von Schülern ... Quelle anzeigen >

1940er-Jahre

09.12.1941, Hamburg
Schreiben an das Museum für Hamburgische Geschichte. Betrifft Verbot von Museumsbesuchen für Juden. Hamburg, 9.12.1941
Am 9.12.1941 schrieb Alfred Borchardt, ein Hamburger Jude, einen Brief an das Museum für Hamburgische Geschichte. Er spricht darin mehrere Aspekte der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik an, die Juden betrafen. Zunächst fragt er nach einer Möglichkeit, trotz eines Verbotes Museumsbesuche für Juden ... Quelle anzeigen >
17.10.1944, Berlin
Schreiben von Karl Bodenschatz, Chef des Ministeramtes Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches, Berlin, 17.10.1944
Das für Friedrich Wilhelm Lübberts (Über-)Leben wohl bedeutsamste Dokument ist auf den 17.10.1944 datiert und vom „General der Flieger und Chef des Ministeramts Reichsmarschall“ Karl Bodenschatz unterschrieben. Dieser bestätigt darin, dass Friedrich Wilhelm Lübbert, Kaufmann jüdischer Abstammung, von ... Quelle anzeigen >
08.07.1945, Hamburg
Niederschrift einer Zusammenkunft zur Neugründung der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, Juli 1945
Am 8.7.1945, einem Sonntag, trafen sich zwölf Hamburger Juden in der Wohnung von Chaim Golenzer, Rutschbahn 25a, einem sogenannten „Judenhaus [http://www.dasjuedischehamburg.de/inhalt/%C2%BBjudenh%C3%A4user%C2%AB]“, in der Absicht, die durch das NS-Regime vernichtete Gemeinde zu reorganisieren. Sie waren ... Quelle anzeigen >
23.02.1946, Hamburg
Zugangsberechtigung für das Redaktionsgebäude des Studio Hamburg für Major Everitt, ausgestellt von der Broadcasting Control Unit Hamburg, 1946
Nur wenige jüdische Männer und Frauen kehrten nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus dem Exil nach Deutschland zurück. Dies gilt auch für den Bereich der Medien, der nach dem Zusammenbruch des „Dritten Reichs“ unter Kontrolle der jeweiligen alliierten Besatzungsmacht neu geordnet werden sollte. Walter ... Quelle anzeigen >

1950er-Jahre

04.1950, Hamburg
Hannah Arendt, Jewish Cultural Reconstruction Field Reports, 1948-1951, Tätigkeitsbericht Nr. 18, 15. Februar - 10. März 1950
Der Tätigkeitsbericht Hannah Arendts entstand während der ersten Deutschlandreise, die die 1941 in die Vereinigten Staaten geflohene jüdische Intellektuelle nach Kriegsende antrat. Anders als ihr berühmt gewordener Reisebericht „Besuch in Deutschland“ verweist der „Field Report“ unmittelbar auf die Umstände, ... Quelle anzeigen >
Anfang 1957
Friedrich Nieland, Wieviel Welt (Geld-)Kriege müssen die Völker noch verlieren? Offener Brief an alle Bundesminister und Parlamentarier der Bundesrepublik, S.3–4, Hamburg 1957
Anfang 1957 verschickte der Hamburger Holzhändler Friedrich Nieland die 39-seitige Broschüre „Wieviel Welt (Geld)-Kriege müssen die Völker noch verlieren? Offener Brief an alle Bundesminister und Parlamentarier der Bundesrepublik“. Das Heft erschien in einer Auflage von 2.000 Stück im Verlag des völkischen ... Quelle anzeigen >
02.1958, Nürnberg
Hermann Kellenbenz, Sephardim an der unteren Elbe. Ihre wirtschaftliche und politische Bedeutung vom Ende des 16. bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts, Wiesbaden 1958
Die 1958 im Franz Steiner-Verlag (Wiesbaden) als Band 40 der Beihefte zur Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (herausgegeben von Hermann Aubin) erschienene Studie „Sephardim an der unteren Elbe“ kann wohl als ein zentraler Beitrag zur hamburgisch-jüdischen Geschichte in der frühen ... Quelle anzeigen >

1960er-Jahre

Jacob Sonderling, This is my Life (Memoiren), Los Angeles, 1961-1964 [Auszug], S. 3-5
Der gewählte Ausschnitt der autobiographischen Skizzen des zwischen 1908 und 1922/23 in Hamburg tätigen Rabbiners Dr. Jacob (Jakob) Sonderling (1878-1964) gibt Einblick in ein durch Migration und die Suche nach Zugehörigkeiten geprägtes Leben. Thematisiert werden insbesondere diejenigen Aspekte Sonderlings ... Quelle anzeigen >
30.04.1964, Hamburg
Brief von Senator Helmut Schmidt an Bischof Hans-Otto Wölber, Hamburg, 30.4.1964
Bei der Quelle handelt es sich um fünf maschinenschriftliche Briefe von ein bis zwei Seiten Länge aus dem Zeitraum April bis September 1964. Sie sind an zwei Orten überliefert: Im Helmut Schmidt Archiv im Archiv der sozialen Demokratie in Bonn sowie in den Dienstakten des Bischofs Hans-Otto Wölber (Bestand ... Quelle anzeigen >
13.05.1964, Hamburg
Brief von Bischof Hans-Otto Wölber an Senator Helmut Schmidt, Hamburg, 13.5.1964
Bei der Quelle handelt es sich um fünf maschinenschriftliche Briefe von ein bis zwei Seiten Länge aus dem Zeitraum April bis September 1964. Sie sind an zwei Orten überliefert: Im Helmut Schmidt Archiv im Archiv der sozialen Demokratie in Bonn sowie in den Dienstakten des Bischofs Hans-Otto Wölber (Bestand ... Quelle anzeigen >
13.07.1964, Hamburg
Brief von Senator Helmut Schmidt an Bischof Hans-Otto Wölber, Hamburg, 13.7.1964
Bei der Quelle handelt es sich um fünf maschinenschriftliche Briefe von ein bis zwei Seiten Länge aus dem Zeitraum April bis September 1964. Sie sind an zwei Orten überliefert: Im Helmut Schmidt Archiv im Archiv der sozialen Demokratie in Bonn sowie in den Dienstakten des Bischofs Hans-Otto Wölber (Bestand ... Quelle anzeigen >
26.08.1964, Hamburg
Brief von Senator Helmut Schmidt an Bischof Hans-Otto Wölber, Hamburg, 26.8.1964
Bei der Quelle handelt es sich um fünf maschinenschriftliche Briefe von ein bis zwei Seiten Länge aus dem Zeitraum April bis September 1964. Sie sind an zwei Orten überliefert: Im Helmut Schmidt Archiv im Archiv der sozialen Demokratie in Bonn sowie in den Dienstakten des Bischofs Hans-Otto Wölber (Bestand ... Quelle anzeigen >
01.09.1965, Bromma Kyrka
Schreiben von Walter A. Berendsohn an Karl Ludwig Schneider, 1.9.1965
Das P. Walter Jacob-Archiv der Walter A. Berendsohn Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur verwahrt den Teilnachlass Berendsohns, der auch seine umfangreiche Korrespondenz umfasst. Hieraus ist der handschriftliche Entwurf eines zweiseitigen Schreibens entnommen, das Berendsohn am 1.9.1965 in Bromma, ... Quelle anzeigen >

1990er-Jahre

20.11.1998, Hamburg
Interview mit Esther Bauer (B) vom 20.11.1998, Interviewer: Jens Michelsen (M), Minute 00:09 bis 3:53
Bei der hier präsentierten Quelle handelt es sich um einen Ausschnitt aus einem lebensgeschichtlichen Interview mit Esther Bauer, das am 20.11.1998 von Jens Michelsen für die Werkstatt der Erinnerung (WdE), dem Oral History Archiv der Forschungsstelle für Zeitgeschichte, geführt wurde. Es ist das zweite ... Quelle anzeigen >

2000er-Jahre

September / Oktober 2007, Hamburg
Neueröffnung der Joseph-Carlebach-Schule, Hamburg, 2007
Bei der Quelle handelt es sich um einen kurzen Artikel von 54 Zeilen, der zur Eröffnung der Joseph-Carlebach-Schule im Herbst 2007 in dem Gemeinderundschreiben der Jüdischen Gemeinde Hamburg erschien. Verfasser ist der Journalist und Autor Daniel Killy, der zu der Zeit auch als Pressesprecher für die ... Quelle anzeigen >

2010er-Jahre

2010, Hamburg
Die Stolpersteine in der Brahmsallee 13, Hamburg, 22.7.2007
Das Foto zeigt sechs Stolpersteine, die der Künstler Gunter Demnig am 22.7.2007 in die Gehwegplatten vor dem Wohnhaus Brahmsallee 13 eingelassen hat. Die 10 x 10 cm großen Betonsteine mit einer Oberfläche aus Messing erinnern an drei jüdische Ehepaare, die dort gelebt haben: Gretchen und Jona Fels von ... Quelle anzeigen >
22.06.2012, Berlin
Rachel Dror (01153/sdje/0048). Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, 20.6.2012 (Berlin). Durchführung: Lennart Bohne, Daniel Hübner und Barbara Kurowska. Transkription und Bearbeitung. Teresa Schäfer. Kapitel 2.5 und 2.7
Die beiden ausgewählten Sequenzen Sequenz I: 0:35:36 – 0:36:59 min und Sequenz II: 0:43:49 – 0:45:44 min. des Interviews mit Rachel Dror thematisieren ihre Erfahrungen während und nach der Pogromnacht in Hamburg, wo sie sich gemeinsam mit anderen jüdischen Jugendlichen auf ein Leben in Palästina vorbereitete, ... Quelle anzeigen >