Helen Rosenau, Veränderte Einstellungen gegenüber den Frauen, in: Freier Deutscher Kulturbund in Großbritannien (Hrsg.), Frauen unterm Hakenkreuz, London 1942, S. 26-27.

Quellenbeschreibung

Helen Rosenau war eine Kunsthistorikerin und Archäologin, die 1933 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Deutschland nach England flüchten musste. Nach ihrer Emigration befand sie sich, wie zahlreiche weitere jüdische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, in einer prekären Situation. In ihren Veröffentlichungen wurde nun erstmals eine deutliche politische Positionierung sichtbar. 1942 schrieb sie den vorliegenden Artikel für die Veröffentlichung „Women under the Swastika“, Frauen unter dem Hakenkreuz, im Rahmen der „Free German League of Culture in Great Britain“, dem Freien deutschen Kulturbund in Großbritannien, einer Organisation von Emigrierten. Der Bund verstand sich als eine überparteiliche Flüchtlingsorganisation, die sich der Vermittlung von deutscher Kultur verschrieben hatte. Dieser Bund stand der KPD nahe. Dennoch erfüllte er für viele, auch nicht kommunistische, Geflüchtete in England eine wichtige Aufgabe. In ihrer Veröffentlichung setzte sich Rosenau mit der Rolle von Frauen im nationalsozialistischen Deutschland auseinander und skizzierte die Entwicklung eines deutschen Feminismus. Hierbei übertrug sie Friedrich Schleiermachers „Idee zu einem Katechismus für edle Frauen“ von 1798 ins Englische und verglich diese Vorstellungen mit der Realität von Frauen im Nationalsozialismus. Rosenau äußerte die Hoffnung, dass die deutsche feministische Bewegung in Zukunft wieder auferstehen möge.

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Empfohlene Zitation

Helen Rosenau, Veränderte Einstellungen gegenüber den Frauen, in: Freier Deutscher Kulturbund in Großbritannien (Hrsg.), Frauen unterm Hakenkreuz, London 1942, S. 26-27. (übersetzt von Insa Kummer), veröffentlicht in: Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte, <https://dx.doi.org/10.23691/jgo:source-234.de.v1> [28.07.2021].