Die Novemberpogrome und die Erinnerungskultur – das „Synagogenmonument“ von Margrit Kahl

Harald Schmid

Quellenbeschreibung

Aus Anlass des 50. Jahrestages der Novemberpogrome des Jahres 1938 weihte die Freie und Hansestadt Hamburg am 9.11.1988 das als begehbaren Platz gestaltete „Synagogenmonument“ von Margrit Kahl (1942–2009) ein. Am Grindel im Bezirk Eimsbüttel im Stadtteil Rotherbaum gelegen, erinnert das Gedenkzeichen an die Hauptsynagoge der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg. Der Gedenkplatz geht auf Entwürfe der Künstlerin zurück, die sie in den Jahren 1983 und 1988 im Auftrag der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg erarbeitete. Die Schwarz-Weiß-Fotografie von Margrit Kahl stammt aus dem Jahr 1988. Die Künstlerin hat ihr Werk in verschiedenen Stadien – während der Bauarbeiten, der Einweihung und danach – und aus unterschiedlichen Perspektiven fotografisch dokumentiert. Das hier ausgewählte Foto ist aus einem höheren Stockwerk eines gegenüberliegenden Gebäudes an der Straße Grindelhof aufgenommen. Es wurde verschiedentlich gedruckt und ist in digitalisierter Form im Internet im Fotoarchiv der israelischen Gedenk- und Forschungsstätte Yad Vashem zu finden, Abzüge befinden sich im Nachlass der Künstlerin. Die Aufnahme dokumentiert den umgestalteten Platz inklusive des „Synagogenmonuments“, das sich über eine maximale Fläche von 35,50 mal 26,40 Meter erstreckt; rechter Hand ist der Hochbunker zu sehen, und im Hintergrund ragen Gebäude der Universität Hamburg auf; nicht im Bild ist die am linken Rand anschließende Talmud-Tora-Schule, die 1988 noch von der Fachhochschule Hamburg genutzt wurde.

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Reichsweite Pogrome


Eines der bekanntesten Geschehnisse aus der jahrhundertelangen antijüdischen Exklusions- und Gewalterfahrung ist Teil der Vorgeschichte des nationalsozialistischen Genozids: die reichsweiten Pogrome im November 1938, die unter der zeitgenössischen Bezeichnung „(Reichs-)Kristallnacht“ (Crystal Night, Nuit de Crystal) traurige internationale Bekanntheit erlangt haben. Diese, damals unter anderem auch „Reichsscherbenwoche“ genannten Pogrome markierten das herausragende Ereignis der nationalsozialistischen Judenverfolgung vor dem Zweiten Weltkrieg: Propagandistisch gerechtfertigt als Rache für das vorausgegangene tödliche Attentat eines jungen Juden auf einen deutschen Diplomaten in Paris, ließ das NS-Regime Juden und jüdische Einrichtungen in ganz Deutschland angreifen. Örtlich setzte die nun anhebende Gewaltwelle bereits am 7. November unmittelbar nach Bekanntwerden des Attentats ein, eskalierte in der Nacht zum 10.11.1938 reichsweit und dauerte dann teilweise noch tagelang an. Über 30.000 Männer wurden für einige Wochen und Monate in Konzentrationslager verschleppt und dort malträtiert. Der Gewalteruption fielen nach neueren Berechnungen weit über tausend Juden zum Opfer (inklusive der mehreren hundert Suizide sowie der anschließenden, mindestens 500 Toten und Ermordeten in den Lagern Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen). Vgl. die weiterführenden Angaben in: Harald Schmid, „Als die Synagogen brannten“. Narrative des Gedenkens der Novemberpogrome, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 61 (2013) 11, S. 888–905. Die Täter vor allem aus den diversen Parteiorganisationen zerstörten einen Großteil der soziokulturellen Infrastruktur jüdischen Lebens in Deutschland – insbesondere Synagogen, Geschäfte, Wohnungen, Alters- und Waisenheime, Friedhöfe und Schulen. Nicht nur retrospektiv mit dem Wissen um Auschwitz waren die Novemberpogrome die bis dahin größte Zäsur jüdischen Lebens in Deutschland.

Von der „Vergangenheitsbewältigung“ zur „Erinnerungskultur“


Der Umgang mit den Novemberpogromen war nach der Befreiung vom Nationalsozialismus eingebettet in die generellen Fragen nach Schuld, Ahndung, Erinnern, Auseinandersetzung und Lernen. Nach einer ersten Phase der zumindest in intellektuellen, journalistischen und künstlerischen Kreisen intensiven Konfrontation mit den tiefgreifenden Folgen der noch nahen „deutschen Katastrophe“ (Friedrich Meinecke) waren die folgenden Jahre der beiden deutschen Staatsgründungen und des Kalten Krieges auch eine Zeit der gedämpften, politisch und gesellschaftlich gleichsam kleingeschriebenen, partiell nahezu versickernden Rezeption. In der Bundesrepublik begann erst Ende der 1950er-Jahre langsam eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Verbrechen des „Dritten Reiches“. Berührte dieser Aufbruch noch primär publizistische, juristische und intellektuell-künstlerische Bereiche der westdeutschen Gesellschaft, so setzte am Übergang zu den 1980er-Jahren eine breitere Debatte über den Umgang mit der NS-Zeit ein, besonders in Politik, Kirchen, Gewerkschaften, Geschichts-Bürgerinitiativen und Wissenschaften. Die Fragen von Gedächtnis, Erinnerung und Geschichtspolitik – sei es an historischen Orten, sei es mit Blick auf Gedenktage, Denkmäler oder Filme oder hinsichtlich politischer Folgerungen – überlagerten nun zusehends die vormalige Frage nach „Vergangenheitsbewältigung“ (Entnazifizierung, justizielle Aufarbeitung, „Wiedergutmachung“). Seither hat sich „Erinnerungskultur“ schrittweise als neuer zentraler Begriff etabliert.

Entstehung einer Gedenktradition – der Jahrestag des Überfalls auf die deutschen Juden


Nach 1945 fanden diverse Gerichtsverfahren gegen Pogromtäter statt, doch tausende von ihnen blieben letztlich unbelangt. Die „Reichskristallnacht“, ein wegen seiner scheinbar auch bagatellisierenden Bedeutung bis heute umstrittener Ausdruck, war in den folgenden Jahrzehnten das einzige Ereignis aus der antijüdischen NS-Verfolgungsgeschichte, das in der Bundesrepublik Deutschland ebenso wie in der DDR (dort mit Abstrichen) zu einem gewichtigen, wenngleich informellen politischen Gedenktag aufstieg. Insbesondere die 50. kalendarische Wiederkehr der Pogrome 1988 war in Ost- und Westdeutschland ein herausragendes Ereignis mit tausenden Veranstaltungen verschiedenster Art. In den letzten Jahrzehnten hat sich ein breites und heterogenes Netz von Initiativen, Organisationen, staatlichen Vertretern, Orten und Traditionen herausgebildet, die jedes Jahr rund um den 9. / 10. November dazu beitragen, die Erinnerung an die Novemberpogrome wachzuhalten. Auch nach der Institutionalisierung des Gedenktages 27. Januar im Jahre 1996 als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ ist das Gedenken der Novemberpogrome fester, jedoch nicht förmlich institutionalisierter Bestandteil der deutschen Kultur des Erinnerns, getragen von einem vielfältigen Spektrum zivilgesellschaftlicher und staatlicher Akteure.

Das Synagogenmonument – Visualisierung einer Leerstelle


Das „Synagogenmonument“ der Hamburger Künstlerin Margrit Kahl gehört in die erwähnten breiten gesellschaftlichen Gedenkaktivitäten des Jahres 1988. Zudem ist es Teil der erinnerungskulturellen und künstlerischen Versuche, mit dieser Geschichte anders als in den Jahrzehnten nach 1945 umzugehen: kritisch gegenüber den Tätern, solidarisch mit den Opfern, aktiv an tätiger Erinnerung interessiert, sichtbarer in den Ergebnissen der Auseinandersetzung und stärker an der Gegenwart orientiert. Der Einweihung ging eine zähe, fast zehnjährige Phase der Konzeptdiskussion, des Interessenstreits und auch der behördlichen Verschleppung voraus. Anfang 1983 von einer Arbeitsgruppe der Öffentlichkeit vorgestellt, beschloss der Hamburger Senat im Juli 1987, das Projekt zu realisieren. Das Memorial wurde schließlich am 9.11.1988 im Rahmen einer Gedenkfeier eingeweiht. Kahl hat ihr Werk – eine Verknüpfung von Konzeptkunst und Bildhauerei – mit diesen Worten beschrieben: „1:1-Projektion des Gewölbeschemas der ehemaligen Synagoge – nivelliert in das reale Bodenniveau“. Margrit Kahl, undatiert, Nachlass, Forum Künstlernachlässe e. V., Hamburg. Realisiert wurde das Kunstwerk – wie auf der Schwarz-Weiß-Aufnahme zu sehen – als Bodenintarsie mit poliertem schwarzen Granit, der das Deckengewölbe und den Grundriss des Gebäudes im Originalmaßstab nachzeichnet, und gebrochenem dunkelgrauem Andesit, der die Zwischenflächen füllt.

Auf dem heutigen Joseph-Carlebach-Platz, der bis 1989 Bornplatz hieß und auf der Fotografie aus der Perspektive der gegenüberliegenden Straße Grindelhof zu sehen ist, befand sich die zwischen 1904 und 1906 errichtete Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde, die Platz für bis zu 1.000 Personen bot. Im Zuge der antijüdischen Gewaltwelle im November 1938 wurde diese größte Synagoge Norddeutschlands – anders, als oftmals kolportiert – nicht zerstört. Vielmehr schändeten die Täter am Morgen des 10. November die Synagoge, zerstörten Fenster, beschädigten die Inneneinrichtung und legten in der folgenden Nacht (und erneut zwei Tage später) Feuer. Nach dem 1939 / 1940 auf Kosten der jüdischen Gemeinde erfolgten Abriss des 37 Meter hohen Gebäudes und der Zwangsrückgabe des Grundstücks an die Stadt errichteten die NS-Machthaber unmittelbar neben dem vormaligen Standort der Synagoge einen Hochbunker, der bis heute existiert und von der Universität Hamburg genutzt wird. Bis 1986 war daneben ein PKW-Parkplatz.

Die Errichtung des Hochbunkers (am rechten Bildrand) hatte den Bornplatz geteilt. Den südwestlich gelegenen Teil benannte der Bezirk Eimsbüttel 1983 aus Anlass des zehnten Todestages des chilenischen Staatspräsidenten Salvador Allende in Allende-Platz um; der andere Teil, bis dato der neue Bornplatz, wurde 1989, ein Jahr nach der Einweihung des Gedenkortes, gemäß eines Wunsches der jüdischen Gemeinde in Joseph-Carlebach-Platz umbenannt und erinnert damit an den letzten Oberrabbiner von Hamburg, der 1941 in das Konzentrationslager Jungfernhof bei Riga deportiert und im Jahr darauf mit seiner Frau und drei Töchtern ermordet wurde.

Erinnerungsschichten


Margrit Kahls Erinnerungs-Kunstwerk im öffentlichen Raum verweist auf drei historische Schichten des Ortes: auf die einstmals bedeutendste norddeutsche Synagoge, die ein architektonisches Symbol für das Selbstbewusstsein und die Gleichstellung der Hamburger Juden war – und damit auf ein besonderes Kapitel jüdischer und deutsch-jüdischer Geschichte; ferner auf die staatliche und staatlich legitimierte Gewalt, die hier wie an vielen anderen Orten zu Zerstörung, Mord und Vertreibung führte; zudem auf das späte erinnerungskulturelle Bemühen der Freien und Hansestadt Hamburg sowie engagierter Bürgerinnen und Bürger, just an dieser vom Lebens- zum Tatort gewandelten historischen Stätte einen demokratischen Erinnerungsort zum Zeichen dauerhafter Vergegenwärtigung zu schaffen.

Als Ausdruck neuer ästhetisch-künstlerischer Gestaltungen des Gedenkens der nationalsozialistischen Judenverfolgung zählt das Synagogenmonument zur zweiten Phase dieser Gestaltungen in der Bundesrepublik. Während in der ersten, noch fast ausschließlich auf traditionelle Formen setzenden Phase noch landauf, landab Gedenksteine und Gedenktafeln das Feld beherrschten, kommt in Kahls Monument auch eine neue, seit den 1980er-Jahren zu beobachtende Tendenz zum Ausdruck, die herkömmliche Formen überschreitet und gleichsam sozial raumgreifend interveniert. Wie üblich bei solchen retrospektiven Phaseneinteilungen überlagern sich die Entwicklungen: Zwar gab und gibt es eine Kontinuität traditioneller Formen – Hamburg etwa hat seit den 1980er-Jahren ein umfassendes Gedenktafelprogramm realisiert; doch hinter der neuen Formensprache stand insbesondere das im Generationenwandel und in öffentlichen Kontroversen wie dem „Historikerstreit“ von 1986 / 87 gewachsene Bewusstsein von der Radikalität, zusehends auch von der Singularität der NS-Gewaltverbrechen, das dementsprechend auch mit anderen, dem veränderten Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus angemessenen Formen zum Ausdruck gebracht werden sollte. „Das Denkmal für die ehemalige Synagoge macht das Gebäude, an das es erinnert, ein Stück weit wieder erfahrbar, es ist anwesend und abwesend zugleich“. Julia Mummenhoff, Margrit Kahl – Synagogenmonument 1988, URL: http://fhh1.hamburg.de/Behoerden/Kulturbehoerde/Raum/artists/kahl.htm (letzter Abruf: 30.11.2017).

Die Einweihung des Synagogenmonuments bedeutete einen wichtigen Schritt im Prozess der Wiederaneignung und -belebung des vormals wichtigen Zentrums jüdischen Lebens im Hamburger Grindelviertel. Mit der Wiedereröffnung der unmittelbar angrenzenden, 1942 geschlossenen Joseph-Carlebach-Schule inklusive der Ansiedlung der jüdischen Gemeindeverwaltung in der Schule im Jahre 2002 sowie der Eröffnung jüdischer Cafés und Geschäfte kehrte das jüdische Leben zurück an den Grindel. Margrit Kahls „Synagogenmonument“ gibt hier eine Art historische Lesehilfe, indem sie auf besonders anschauliche Weise Standort und Geschichte des früheren Gemeindezentrums und damit die bedrückende Vorgeschichte dieser jüngsten Revitalisierung vergegenwärtigt.

Ein zentraler Gedenkort


„Es wird vom Betrachter abhängen, ob er den Ort als horror vacui oder als genius loci erlebt und entdeckt“ – so die von Margrit Kahl ihrem Monument mit auf den Weg gegebene fragende Deutung nach der Rezeption. Margrit Kahl, Synagogenmonument am Joseph-Carlebach-Platz in Hamburg, in: Land Art Press 1 (1990) 3, S. 148–156, hier S. 149. Das unaufdringliche Bodenmosaik, mitunter als das „unauffälligste Monument Hamburgs“ bezeichnet, ist ein „fast monochromes, dezentes und abstrahierendes Werk, das ohne jedes Pathos auskommt“.  Agata Dziacka, Margrit Kahl – Synagogenmonument 1988, in: Uwe Fleckner (Hrsg.), Kunst in der Stadt Hamburg. 40 Werke im öffentlichen Raum, Berlin 2007, hier S. 97f.

Die Mehrfachkodierung des Ortes inklusive seiner Rezeptionsgeschichte hat dazu geführt, dass er zum zentralen Gedenkort der Freien und Hansestadt Hamburg für die Erinnerung an die nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungspolitik geworden ist. Gedächtnispflege an diesem besonderen Geschichtsort betreiben hier alljährlich verschiedene Organisationen mit Mahnwachen und anderen Aktionen. Neben der traditionellen Gedenkfeier der jüdischen Gemeinde seien hier genannt: das Auschwitz-Komitee, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen, Vertreter der Stadt und der Universität, die jüdische Gemeinde, die Bürgerinitiative Grindelhof und die Anwohner-Initiative „Grindel leuchtet“, die Gewerkschaften Verdi und GEW, PAX Christi, Vertreter/innen des Stolperstein-Projekts Hamburg. Das nur vordergründig zweidimensionale Bodenmosaik symbolisiert auf eindringliche Weise zentrale Aspekte jüdischer, deutscher und Hamburger Geschichte: den Einbruch nationalsozialistischer Gewalt, die Verbrechen und die Verluste, zudem die zähe und langwierige, kritische erinnerungskulturelle Wiederaneignung dieser Epoche.

Das durch die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus Zerstörte, Untergegangene und Verlorene wird hier den Nachgeborenen mit Mitteln moderner, die historische Zäsur beeindruckend reflektierender Auftrags- und Konzeptkunst vor Augen geführt. Die im mehrfachen Sinne historische Lücke klafft sicht- und begehbar, wurde nicht durch eine Rekonstruktion oder einen Neubau zum Verschwinden gebracht (der Neubau einer Synagoge für die Hamburger Jüdische Gemeinde erfolgte 1958 bis 1960 an der Hohen Weide), sondern öffnet vielfache Möglichkeiten der Rezeption und Deutung. Indes, dass die dem Monument benachbarte Joseph-Carlebach-Schule und der Joseph-Carlebach-Platz mit dem Monument rund um die Uhr von einer stationären Polizeiwache gesichert werden müssen, gehört schließlich zum Gesamtbild einer komplexen, sich nicht von selbst erschließenden historisch-politischen Konstellation.

Auswahlbibliografie


Agata Dziacka, Margrit Kahl – Synagogenmonument 1988, in: Uwe Fleckner (Hrsg.), Kunst in der Stadt Hamburg. 40 Werke im öffentlichen Raum, Berlin 2007, S. 96–99.
Ina Lorenz, Erinnerungszeichen und Mahnmale. Hamburger Juden im Gedächtnis der Stadt, in: Peter Reichel (Hrsg.), Das Gedächtnis der Stadt. Hamburg im Umgang mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit, Hamburg 1997, S. 167–186.
Peter Reichel / Harald Schmid, Von der Katastrophe zum Stolperstein. Hamburg und der Nationalsozialismus nach 1945, München, Hamburg 2005.
Harald Schmid, Das Unsichtbare zum Sprechen bringen – Kunst als erinnerungskultureller Akteur, in: Arnold Dreyblatt, Muthesius Kunsthochschule (Hrsg.), Zeitkapsel – 26 Erinnerungen. Eine Ausstellung im ehemaligen Marinelazarett im Anscharpark Kiel, Kiel 2015, S. 125–129.
Harald Schmid, „Als die Synagogen brannten“. Narrative des Gedenkens der Novemberpogrome, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 61 (2013) 11, S. 888–905.
Harald Schmid, Erinnern an den „Tag der Schuld“. Das Novemberpogrom von 1938 in der deutschen Geschichtspolitik, Hamburg 2001.

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Zum Autor

Harald Schmid, Dr. phil., geb. 1964, Politikwissenschaftler und Zeithistoriker, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten und Herausgeber des Jahrbuchs für Politik und Geschichte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen: regionale Zeitgeschichte, Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik (insbesondere Rezeptionsgeschichte des Nationalsozialismus), Gedenkstätten sowie politischer Extremismus.

Zitationsempfehlung und Lizenzhinweis

Harald Schmid, Die Novemberpogrome und die Erinnerungskultur – das „Synagogenmonument“ von Margrit Kahl, in: Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte, 24.01.2019. <https://dx.doi.org/10.23691/jgo:article-116.de.v1> [17.06.2019].

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